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Rückblick ERFA Wirkungsmessung bei Pro Juventute

Veröffentlicht am

25. September 2026

Rückblick ERFA Wirkungsmessung bei Pro Juventute

Wie lässt sich Wirkung in einer NPO sinnvoll erfassen, ohne dass daraus ein aufwendiges Projekt wird? Beim ERFA-Anlass vom 22. September bei Pro Juventute in Zürich zeigte Mara Kottlow, Senior Spezialistin Research & Impact, wie Pro Juventute Wirkungsorientierung in der Praxis umsetzt.

Eine zentrale Erkenntnis des Nachmittags: Wirkungsmessung beginnt nicht bei Kennzahlen und Indikatoren, sondern bei der Frage, welche Veränderung eine Organisation erreichen will. Statt zuerst in Angeboten, Aktivitäten oder Teilnehmerzahlen zu denken, lohnt es sich, vom angestrebten Impact her zu starten: Welche gesellschaftliche Veränderung möchten wir unterstützen? Was soll sich dadurch konkret für unsere Zielgruppe verändern? Erst danach stellt sich die Frage, wie diese Wirkung sichtbar gemacht werden kann.

Mara Kottlow zeigte dies anhand des Wirkungsmodells von Pro Juventute. Es unterscheidet zwischen den eingesetzten Ressourcen (Input), den erbrachten Leistungen (Output), den direkten Veränderungen bei der Zielgruppe (Outcome) und dem Beitrag zu einer gesellschaftlichen Veränderung (Impact). Pro Juventute nutzt ein übergeordnetes Wirkungsmodell und verschiedene Arbeitsinstrumente, um Angebote wirkungsorientiert zu steuern, weiterzuentwickeln und zu beurteilen.

In der Diskussion wurde deutlich, dass Wirkungsorientierung nicht mit möglichst umfassender Wirkungsmessung gleichzusetzen ist. Entscheidend ist, das eigene Handeln konsequent auf die gewünschte Wirkung auszurichten, daraus zu lernen und die Erkenntnisse für die Weiterentwicklung zu nutzen. Auch das vorgestellte Wirkungsrad verdeutlicht diesen Kreislauf von Strategie, Analyse, Lernen und Weiterentwicklung.

Gerade für NPOs mit begrenzten Ressourcen muss Wirkungsmessung zudem nicht bedeuten, alles selbst zu untersuchen. Bei ähnlichen Angeboten können Synergien mit anderen Organisationen oder Regionen genutzt und bestehende Studien und Evaluationen beigezogen werden. Das Rad muss nicht jedes Mal neu erfunden werden.

Eine wichtige Botschaft des Nachmittags: Einfach anfangen, Erfahrungen sammeln und schrittweise besser werden. Entscheidend ist eine klare Vorstellung davon, was ein Angebot bewirken soll, und die Bereitschaft, die eigene Arbeit anhand dieser Wirkung immer wieder zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

Ein herzliches Dankeschön an Mara Kottlow und Pro Juventute für den offenen Einblick in die Praxis.

Mitglieder des NPO Finanzforums können sich für die Unterlagen gerne unter info@npofinanzforum.ch melden.